Windstille, trockenes Wetter und Temperaturen um die 10 Grad. Was liegt da näher, als den Weg in Richtung offenes Meer anzutreten? Nach einer Stunde erfolglosem Katti angeln, sind wir mit zwei Booten Richtung offenes Meer gestartet, um den dicken Dorschen nachzustellen und vielleicht noch ne nette Tischplatte nachzulegen.
Robbys Mitangler Günther “Johnny” Kesch mit einem schlanken Meterdorsch.
Doch mehr als ein paar ganz nette Dorsche bis zu 20 Pfund sind uns leider nicht ans Band gegangen. Die Spots waren wie leer gefegt, Kanten und Plateaus wurden abgeklopft und wir haben uns jeden gefangenen Fisch redlich verdient. Mit der gefangenen Anzahl kann man zufrieden sein, aber das Spiel hätten wir auch leichter im Fjord gehabt.
Gegen zehn Uhr abends setzte nämlich der beste Freund des Vellis ein. Regen! Und der hat hier nun mal norwegische Qualitäten und zeigt dem geneigten Angler schnell die persönlichen Grenzen. Die Klamotten können noch so dicht sein. Irgendwann läuft einem die Suppe doch irgendwo hin und dann wird es nach und nach unangenehm.
Unser drittes Boot hatte sich gestern total dem Katti verschrieben und bei den Jungs lief es wie ein Länderspiel. Heute geht es mit drei Booten zum Rotbarsch angeln. Mal sehen was läuft. Gestern sind von anderen Anglern Stückgrößen bis zu einem Kilo gefangen worden. Ein Heilbüttchen wurde gestern auch gefangen. Scheinbar wußte der Fänger aber nicht das es ein Mindestmaß von 80 cm bei diesem Fisch gibt. Echt traurig!
Am dritten Tag zeigte sich der Velli von seiner wunderschönen Seite.
Zwar hatten wir immer noch Wind in Stärke drei bis vier und an eine Ausfahrt Richtung offenes Meer ist dabei nicht zu denken. Sonne satt und angenehme Temperaturen in windabgedeckten Bereichen versprachen einen relaxten Tag.
Große Heringsschwärme ziehen durch den Fjord und wenn man halbwegs
blickig ist, dann kann man sich den ganzen Tag mit dicken Köhlern und Dorschen an der 60 Gramm Spinnrute den Tag versüssen. Die Schwärme stehen fast immer in Buchten mit Tiefen bis maximal 20 Meter und man sieht die großen Köhler direkt unter der Wasseroberfläche rauben. Also fischen auf Sicht ist angesagt. Das ist echt purer Rock´n Roll!
Also ran an den Plattenspot,
Fischfetzen an die Montage und runter damit. Es dauerte nicht lange und
die erste Kliesche lag im Boot. Eine Stunde und die Mahlzeit für acht hungrige Jungs war zusammengeangelt.
Dann verstreuten wir uns organisiert auf der Suche nach den Schwärmen. Aber es sollte wohl der Tag der Plattfische werden. Bei Waldo klapperte an der leichten Spinnrute eine amtliche 70 cm Scholle auf einen Jig und Robby setzte mit frischen Heringen präsentiert an einem Jighaken aufs richtige Pferd. Heilbuttalarm!
Robby mit seinem ersten Heilbutt. Beachtet mal Robbys geriffelte Stirn. Sorgenfalten? Nööö, uff´n Grill eingeschlafen!
Zwar kein Großer,aber sein Erster! Ein digges Petri an beide Plattenfänger!
Den restlichen Angeltag “ärgerten” wir uns mit schweren Jungs an leichten Ruten rum, bis wir um drei Uhr nachts beim Abendbrot echt am Tisch einschliefen. Heute wollen wir mal den finster dreinblickenden Gesellen mit dem Kassengebiss nachstellen. Mal sehen was dann für Überraschungen kommen.
Der gestrige Tag fing wettertechnisch nicht gerade verheissungsvoll an, so daß wir uns entschieden in den sicheren Bereichen des Vellis zu angeln. Eine absolut richtige Entscheidung, wie sich ein paar Stunden später rausstellte. Matze, Carl und Robert wollten sich gestern mit den Kattis des Velfjord anlegen, aber die finsteren Gesellen wollten nicht so wie ihre Gegenüber. Wir beiden anderen Bootsbesatzungen verdückten uns ohne Umschweife in den Sörfjord. Dort angekommen sahen wir schon an den Echolotsignalen, daß der Spaßfaktor heute sehr hoch sein würde.
Schwatte Gesellen in anständigen Größen schlugen sich die Wampe mit Heringen voll. Also Gummis und Pilker an die Leine und runter damit. Rumms, Rumms, Rumms, alle drei Ruten waren krumm und meine Jungs lachten im Kreis.
Kurzer Funkspruch an Robby, der noch einen Dorschschwarm ein paar Kilometer entfernt beackerte und schon kam er mit Warp Geschwindigkeit angerauscht. Was soll man sonst noch sagen. Wir haben stundenlang fantastisches Fischen erlebt, mit Köhlern und Dorschen in der 20 Pfund Klasse. Der Riemen ist ist jetzt bei uns abgeangelt und ab heute
ist Spaßangeln angesagt. Eigentlich der Garant für aussergewöhnliche
Fische.
….Guten Morgen liebe Gemeinde. Seit gestern hat uns nund der Velli wieder. Nach der sehr entspannten Busfahrt, sind wir gegen halb elf morgens in Siggis Camp aufgeschlagen. Schnell die Wohnung klargemacht, Benzin geholt und dann ganz relaxt das Tackle klargemacht. Wir wollten soundso die Abendflut gegen neun nutzen um in Richtung offenes Meer zu starten.
Der Wind sah ganz ruhig aus und der Raucher vom norwegischen Wetterdienst schien auch sein OK zu geben.
Also ging es dann mit drei Booten am frühen Abend raus. Naja, was soll ich sagen. Rasmus war uns nicht so wohl gesonnen und es war nur möglich dicht unter Land zu fischen und die Hotspots blieben jungfräulich. Küchendorsche en Masse waren kein Thema. Ab und zu gab es ein paar Ausschläge bis in die 20 Pfund Klasse, aber der Wind wurde immer stärker und kein Fisch der Welt ist es wert, sein Leben zu riskieren. Also Feierabend gemacht und den Grill angeschmissen und dann ab ins Bette. Heute geht es weiter!
Matzes 24Pfünder mit 109 cm war der Kracher des Tages.
………Mister Knurri. Am Donnerstag früh, gegen halb fünf, stehen zwölf Potsdamer
Jungs erwartungsvoll und umringt von einem Haufen Tackle unter einer Laterne in der
Nähe von Ludwigsfelde und warten mit 28 weiteren Bekloppten auf Geisslers Velfjord
Express.
Nach dreißig Stunden Busfahrt, die ich soundso meistens schlafend verbringe,
geht dann der Tanz von Neuem los. Die letzten Nachrichten vom Velli sind mehr
als vielversprechend und ich freue mich auf 8 Tage fantastisches angeln, umgeben
von einer Wahnsinnskulisse.
Wer dieses Jahr für den Paukenschlag des Urlaubs sorgt, weiß ich noch nicht.
Auf jeden Fall habe ich ein paar heisse Kandidaten auf der Uhr. Als da wären
mein alter Schulkumpel Waldo, der Wallercrack Carl und mein Kumpel Robby, der
schon so heiß ist, das ein japanischer Reaktor dagegen ne Kühltruhe ist. Die
beiden Asse im Ärmel heißen aber Henry und Maik, unsere beiden Busfahrer. Den
traue ich ganz ehrlich gesagt, den Kracher schlechthin zu.
Ab Sonnabend werde ich wieder hier und auf Facebook über unsere Angeltage berichten.
Pfeifende Bissanzeiger in der Nacht, raus aus dem Schlafsack, Fisch drillen und versorgen, wieder rein in die Penntüte, dann ist man kaum eingeschlafen und schon gehts wieder los. Jeder Karpfenangler kennt das. Aber was gibt es schöneres als nachts ruhig am Wasser zu schlafen und tagsüber dicke Fische zu drillen. So ging es unseren beiden Jungs Wespe und Rossi am letzten Wochenende. Nachdem Rossi das Wochenende mit einem 36er eröffnete, erlebten die beiden ein paar wahnsinnige Tage. Und das nicht an einem Karpfenpuff, sondern an einem schwierigen Gewässer, wo andere Angler schon wochenlang saßen und geblankt haben.
Um es im Schuldeutsch zu sagen: Eins! Setzen!
Unser Carprookie Wespe legte am Sonntag früh mit einem sportlichen 28
Pfünder die Messlatte für seine kommende Karpfenanglerkarriere ziemlich hoch.
Sein erster Karpfen auf die klassisch englische Art und dann so ein Hammer.
Top Alter, weiter so!
Das Camp war schon größtenteils abgebaut, da kam der nächste
Fisch bei Mister 30+. Ein paar Minuten später lag ein wunderschöner
23 Pfund Schuppi auf der Matte.
Weil der Kerl aber einfach nicht genug bekommen kann, legte Rossi etwa
20 Minuten später noch einen Spiegler mit 38,2 Pfund nach.
Der Mann ist einfach unglaublich. Übers Wochenende gingen noch zwei Fische verloren, einer ca 5 Meter vor dem Ufer, der auf mehr als 40 Pfund geschätzt wurde. Und wir Bigtackle Jungs haben ausserdem noch die Gewissheit, daß nicht nur unsere Belachan Boilies einen
guten Job machen, sondern auch unsere Erdbeer Fisch und Muschelboilies. Denn alle Fische kamen auf diese beiden Boiliesorten. Ein digges Petri an euch beide, macht weiter so und Rossi mein Geburtstagswunsch an dich wird auch dieses Jahr der 60+ Fisch aus Brandenburger Gewässern sein!
Sorry Herr Rossi, aber als ich das Motiv gesehen habe, war dieses kleine
Wortspiel einfach fällig! Der Winter war lang und trotzdem scheinen die
30+ Rüssler immer noch auf dich zu stehen.
Morgens halb sieben in Brandenburg. Ruhe am Wasser und der Wasserkessel steht auf dem Kocher für die morgendliche Koffeinplusbutteriziazid Dosis, um die Lebensgeister auf Vordermann und das Gesicht in einen straffen Zustand zu bringen.
Piiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeep! Wasser kocht? Nöööö! Biss!
Ein paar Minuten später liegt der Ruhestörer auf der Matte. Mit 36,4 Pfund
und 95 cm ein Wahnsinnsstart in eine Wochenendsession.
Einmal mehr hat Herr Rossi seinen Namen “Mister 30+” wieder alle Ehre gemacht.
Am vielfältigen Aussehen von Herrn Rossis Antlitz sieht man eindeutig,
das der Fisch vor dem Morgenkaffee kam.
Nicht ganz unschuldig an diesem permanenten Erfolg sind aber sicherlich auch unsere hausgemachten Belachan Boilies, verfeinert mit seinem Spezialflavour. Welcher das ist, müsst ihr Herrn Rossi selber fragen!
Mal sehen was die nächste Nacht bringt. Herr Rossi kann sich jetzt
einfach mal hinten anstellen und den Vortritt seinem Passmann Wespe lassen. Wespe gib alles!
Wie jedes Jahr fanden am letzten Wochenende, den 6. und 7. November, die Magdeburger Meeresangeltage statt. Dieses Jahr mit einer Erweiterung, den Raubfischtagen. In der Herbst- und Winterzeit rollt der Messezirkus durch unsere Lande und jeder Messeveranstalter versucht ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Deshalb sahen wir mit gemischten Gefühlen der Erweiterung der Magdeburger Meeresangeltage, auf die Magdeburger Meeres-
und Raubfischangeltage entgegen. Wie jede Messe steht und fällt auch diese mit reichlich fachkundigen Besuchern, qualitativ hohen Ausstellern und guten Vorträgen.
Schon frühzeitig entschlossen wir uns aus verschiedenen Gründen in diesem Jahr für einen Stand in der Raubfischhalle. Trotzdem wurde das Für und Wieder über Monate bei uns diskutiert, warum wir den eingetretenen Pfad Meeresangeltage verlassen und uns stattdessen in der Raubfischhalle positionieren. Nun muss man wissen, das David und ich uns perfekt ergänzen. Während er der kühle Rechner und Realist mit leicht pessimistischen Tendenzen ist, bin ich ein Euphoriker vor dem Herrn und schiesse oft übers Ziel hinaus. Hat man sich, so wie wir arrangiert, dann kann man ziemlich konstruktiv arbeiten und Gas geben. Doch in den letzten Tagen vor der Messe kamen sogar bei mir leichte Bauchschmerzen bezüglich unseres Standorts bei der Messe auf.
Über das übliche Procedre des Standaufbaus verliere ich jetzt keine Worte. Am Sonnabend früh gingen die Türen auf und ab ging der Messe Rock´n Roll. Das Konzept der Messe ging auf, mehr als 4000 Besucher wurden gezählt und wir hatten ein schönes Wochenende, mit tollen Gesprächen und viel positivem Stress. Unser großes Testbecken war stets umlagert, neben Marco Beck führte auch Gunnar Schade Illex Köder am laufenden Band vor.
Seit Jahren ein fester Bestandteil des Bigtackle Messestands, auch nach Feierabend: Nick von Avet Reels Deutschland
Wir haben alte Bekannte wiedergetroffen und neue, sehr angenehme Kunden, Kollegen und Journalisten kennengelernt. Natürlich gibt es auch wie immer die unangenehmen Jungs, bei denen man sich die gute alte Westernzeit zurückwünscht, wo der Peacemaker unter den Augen von Onkel Chuck Norris die Situation schnell vor dem Saloon geklärt hat. Peng, Peng - das ist meine Messe!
Unserer ganz besonderer Dank gilt dem Magdeburger Messeteam um Bernd Panteleit und Anja Gertig, die wie immer einen hervorragenden Job gemacht haben.
Danke, Euch allen dicke Fische, bis zum nächsten Jahr und wir sehen uns spätestens im Februar auf dem Norwegentreffen in Berlin.
Mythenumworben zieht der Wels oder auch Waller genannt seine Bahnen durch europäische Gewässer. Jahr für Jahr pilgern tausende Angler nach Italien, Spanien oder nach Frankreich, um ihren Fisch des Lebens zu fangen.
Doch wozu strapaziöse Anreisewege in Kauf nehmen, wenn man so einen Lümmel auch in heimischen Gewässern fangen kann? Seit Jahren wachsen die Welse in unseren brandenburgischen Gewässern zu wahren Lokomotiven ab und manch Angler hat beim Aal- oder Hechtangeln schon Kontakt mit solch einem Urian gehabt. So wie mein Kollege David, dem vor knapp zwei Jahren beim Hechtangeln einer dieser Brocken ans Band ging.
Ich bin mir sicher das Brandenburg sich in den nächsten Jahren auch zu
einem Mekka für Welsangler entwickeln wird und diesem Trend folgend findet am 30. und 31. Oktober im MAFZ Paaren-Glien die erste Cat & Predator Messe statt.
Anstatt nur dabei zu sein, haben wir uns entschlossen Carsten Zeck vom Sänger Team Unicat, einen der Shootingstars der deutschen Welsangelszene, auf unseren Stand einzuladen, der Euch dort Rede und Antwort stehen wird und auch mit Vorträgen auf der Bühne die Messe
sicherlich bereichern wird. Neben Carsten kommen mit Dietmar Isaiasch und Stefan Seuss noch weitere Cracks der Raubfisch- und Welsszene.
…….. ist das ein Glück nicht. Wenn sich ein paar gestandene Angler in das
Mekka der Blue Fin Tunas, nach Nova Scotia aufmachen, dann stehen schon ein paar Monate Fitnessprogramm beim “Ladies First Fitness Studio” auf der Uhr. Neben dem Bauch-Beine-Po Programm,
stand die völlig unterentwickelte Armmuskulatur natürlich auf dem Zettel.
Wie man sieht haben die zahlreichen Trainingseinheiten tatsächlich was gebracht.
Die Fünf Muske(l)tiere bringen es derzeit auf Wahnsinnsfische bis 350 Pfund, von denen ein Großteil aufgrund von Fangquoten wieder releast wurde.
Allen voran derzeit Kebu und Otti vom Eisele Meeresteam.
Tja Kebu, Dr. Rex hat bei uns eine schwere Unterhopfung diagnostiziert und wir
hoffen Du hast beim nächsten Besuch unsere Medikamente mit dabei!