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| Wir vom Bigtackle Team haben uns in den letzten Jahren während unserer Aufenthalte im Mai-Juni am Velfjord mit der Schleppangelei auf Meerforellen in Norwegen beschäftigt.
Das aber nicht mit hochgerüsteten Trollingbooten, sondern mit Low Budget |
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| Konkret heißt das auf schon vorhandenem Tackle aufbauend, wie Light Pilkruten und Pilkrollen, mit einer Handvoll Ködern und kleinen Helfern, dem Traumfisch vieler Angler nachzustellen, ohne die sowieso schon arg gebeutelte Geldbörse zu schröpfen. Und warum mit Full Speed von Hot Spot zu Hot Spot fahren wenn wir mit halber Kraft dazwischen noch schöne Fische fangen kann? Fangen wir bei Rute und Rolle an, die fast jeder Norwegenangler soundso an Bord hat. Eine leichte Pilkrute (WG 50-150g), dazu eine passende Rolle in 4000-5000er Größe oder eine Kleine Multirolle (z.B. Avet SX oder Revo Toro51 HS). Bespult mit einer geflochtenen zwischen 0.14-0.17 mm, sind diese Combos nicht nur zum Pilken auf Seelachs und Co geeignet, sondern sind eine ideale Ausrüstung zum schleppen auf Meerforellen. |
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| Desweiteren benötigen wir unbedingt einen großen Unterfangkescher, da jedwede andere Landungsart bei Mefos mehr als abenteuerlich ist. |
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| Schnurzähler helfen uns den Köder in der gewünschten Tiefe anzubieten und die Köder wieder in auf die fängige Tiefe zu bringen. Die Köderpalette umfasst neben den Wobblern , vor allem Schleppblinker (Apex und Northern King) und Ködersysteme zum schleppen von Naturködern oder Gummifischen. Die Apex Köder haben wir von Einzelhaken auf Drillinge umgeriggt, und damit die Fehlbissquote deutlich gesenkt. Auf jeden Fall sollten sie zwischen geflochtener Hauptschnur und dem Köder zwei Meter klare Monofile in 0,45er bis 0,50er Stärke als Puffer schalten. Um den Köder auch in Tiefen bis zu 10 Metern anbieten zu können greift man neben tieftauchenden Wobblern wie dem Deep Tail Dancer oder X-Rap Magnum, auch zu diversen Tauchhilfen wie Schleppbleie oder Tauchscheiben. Entweder werden die Tauchscheiben direkt an der Hauptschnur befestigt oder man riggt sie einfach auf einem Meter monofiler 0,60 er Schnur und befestigt sie am Karabiner der Hauptschnur. Das ausbringen der Köder erfolgt über die leicht geöffnete Bremse, um die Köder kontrolliert ausbringen zu können. Die Lauftiefe der Tauchscheiben richtet sich nach der rausgelassenen Schnur (gewünschte Tauchtiefe x 5), um zum Beispiel einen Köder auf sechs Metern anzubieten, müssen ca 30 m Schnur rausgelassen werden. Nachdem die Köder auf der richtigen Tiefe laufen, stellen Sie die Bremse so ein, daß bei einem Biss der Fisch noch Schnur von der Spule ziehen kann. Nun schleppen wir an den 10 bis 15 Meter Kanten entlang oder an Unterwasserbergen. Auch die Nähe von Flußmündungen sind absolute Hotspots. Schleppen sie zu langsam, haben sie Dauerkontakt mit kleinen Köhlern, Dorschen und Pollacks. Steht genügend Futterfisch im Fjord lohnt sich defintiv das schleppen im Freiwasser. Wir haben im letzten Jahr die größten Fische über teilweise 300 m tiefem Wasser in 5-8 Meter Wassertiefe gefangen. Da wir mit geflochtener Schnur fischen und durch den Vortrieb des Boots haken sich die Fische bei Anhieb selbst, trotzdem empfiehlt sich ein Anhieb. |
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| Der Steuermann sollte während des Drills das Boot auf Kurs halten, damit die hinter dem Boot laufenden Köder sich nicht verwickeln. Stoppen sie nicht ab, sondern drosseln sie nur bei großen Fischen die Geschwindigkeit, um den Druck aus der Rute zu nehmen. Das keschern sollte zügig und nur bei ausgedrillten Fischen von hinten nach vorn erfolgen. Fuchteln sie nicht wie wild mit dem Kescher wild umher, Meerforellen explodieren förmlich, wenn sie den Kescher sehen. Haben sie mehrere Mefos an einem Fleck gefangen oder Bisse bekommen, holen sie ruhig die Schleppruten ein und machen sie ein paar Würfe mit der Spinnrute. Der Drill einer Meerforelle an der Spinnrute ist Wahnsinnsgefühl! Jetzt sollte nicht mehr viel schief gehen mit dem Silber für alle. |
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Archiv für die Kategorie: Meeresangeln |







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